Berlin zeigte sich wieder von seiner funkelnden Seite
Berlin [ENA] Zum 20. Jubiläum der Pyronale traten am 25. und 26. September 2026 sechs internationale Feuerwerksteams auf dem Maifeld am Berliner Olympiastadion gegeneinander an. An jedem Abend präsentierten drei Mannschaften ihre jeweils 16 bis 18 Minuten langen, musikdesignten Feuerwerksshows.
Deutschland: Den Auftakt am Freitag machte die Potsdamer Feuerwerk Vertriebs GmbH. Das deutsche Team verfügt nach Angaben der Veranstalter über mehr als 25 Jahre Erfahrung und ist auf Höhen-, Barock-, Indoor- und Bühnenfeuerwerke sowie pyrotechnische Spezialeffekte spezialisiert. Estland: Als zweites Team ging Pyrocom OÜ an den Start. Das Unternehmen wurde 2018 gegründet und verbindet laut Pyronale technische Erfahrung mit künstlerischer Gestaltung. Die estnische Mannschaft wollte mit ihrer Show Grüße von der nördlichen Ostsee nach Berlin senden.
Polen: Den Freitagabend komplettierte Piromax Pro. Der Designer Pawel Krzyzanowski verfügt über internationale Wettbewerbserfahrung und war bereits bei Veranstaltungen unter anderem auf Malta und in den USA erfolgreich. Am Samstag folgten drei weitere Mannschaften: China: Ignition Pyro Entertainment brachte eine lange chinesische Feuerwerkstradition nach Berlin. Das Unternehmen stammt aus Wanzai in der Provinz Jiangxi und arbeitete für die Berliner Show mit der französischen Regisseurin Sophie Poirier zusammen. Im Mittelpunkt stand die Verbindung chinesischer Feuerwerkskunst mit einer modernen internationalen Inszenierung.
Schweiz: La Pirotecnica di Colombo ist ein Schweizer Pyrotechnikunternehmen, das bereits 1930 gegründet wurde. Die Brüder Andrea und Luca Colombo teilen sich dabei die künstlerische und sicherheitstechnische Verantwortung. Das Unternehmen verweist zudem auf mehrere internationale Wettbewerbserfolge. Rumänien: Das Team S.C. Pro Fireworks S.R.L. trat erstmals bei der Pyronale an. Das 2022 gegründete Unternehmen entstand aus der Leidenschaft seines Gründers Paul Sorin Vlad für die Pyrotechnik. Das Team bringt jedoch mehr als 15 Jahre internationale Erfahrung mit, unter anderem aus Europa und dem Nahen Osten.
Eine Besonderheit des Wettbewerbs war die gemeinsame musikalische Grundlage: Alle sechs Teams mussten einen Teil ihrer Show zur Pflichtmusik „Pyro Passion“ von Steve Last gestalten. Hinzu kamen vorgegebene Farben sowie ein freier Teil mit Musik aus den „100 Best of Klassik“. Die Publikumsvotings flossen mit 30 Prozent in die Bewertung ein. Nach dem zweitägigen Wettbewerb gewann S.C. Pro Fireworks aus Rumänien den Gesamtsieg. Piromax Pro aus Polen belegte den zweiten Platz, während das deutsche Team der Potsdamer Feuerwerk Vertriebs GmbH den dritten Platz erreichte.
Das zahlreiche Publikum sah nicht nur einen Wettbewerb, sondern ein Fest der Präzision und der Fantasie. Über dem Stadion entfalteten sich goldene und grüne Bilder, die in ihrer Schönheit ebenso flüchtig wie eindrucksvoll waren. Gerade in solchen Momenten zeigt die Pyronale ihren besonderen Reiz: Sie ist laut und eindrucksvoll, aber auch überraschend poetisch. Wenn sich Feuer und Musik im Takt begegnen, entsteht für wenige Minuten etwas, das größer wirkt als die Summe seiner Teile, ein Ort des Staunens, an dem Licht, Musik und nächtlicher Himmel zu einer einzigen großen Inszenierung verschmelzen.
Für Berlin bedeutete dieses Wochenende mehr als nur eine weitere Veranstaltung im Kalender. Es war ein Abend, an dem der Himmel selbst zur Bühne wurde und das Publikum für einen Augenblick gemeinsam innehielt. Nach dem letzten Knall blieb vor allem eines zurück: das Gefühl, etwas wirklich Besonderes erlebt zu haben und der Eindruck eines Berliner Abends, der groß, laut und zugleich überraschend berührend war. Wer dort stand, sah nicht nur Feuerwerk — sondern ein gemeinsames Staunen, das noch lange nach dem letzten Knall in der Luft blieb.




















































